Launch & Relaunch

Samstag, 29. Mai 2021

Woodoism – Ausverkauft

Kulturzentrum Kammgarn – 20:15 Uhr

Linus Amstad sax, Florian Weiss tb, Valentin von Fischer b, Philipp Leibundgut dr

«Eine Musik die gleichzeitig anspruchsvoll und vergnüglich ist» (Peter Rüedi) spielt das Jazzquartett Woodoism um den Posaunisten Florian Weiss. Die Band kommt ohne Harmonieinstrument aus und präsentiert die vielseitig angelegte Musik des Bandleaders mit Verve, Mut, Swing und den jungen Jahrgänge der Musiker zum Trotz mit Reife und Tiefe.

Grünes Blatt – Ausverkauft

Kulturzentrum Schaffhausen – 21:15 Uhr

Irina Ungureanu voc, Matthias Spillmann tp, Urs Vögeli g, Vera Kappeler p, harm, Dominique Girod b

«Foaie verde», grünes Blatt – so beginnen viele rumänische Volkslieder, deren Text sich oft nicht an Menschen sondern an die Natur richtet. Das Quintett um die in Bukarest geborene Sängerin Irina Ungureanu interpretiert auf eigenständige Art und Weise rumänische Volkslieder. Grünes Blatt sucht bewusst nach einem neuen Umgang mit diesem archaischen Volksgut und pendelt zwischen zarten und rauhen Momenten, zwischen Liedstrukturen und Improvisation.

Greenwoman–Relaunch – Ausverkauft

Kulturzentrum Kammgarn – 22:15 Uhr

Lukas König dr, b-synth, Claire Huguenin voc, keys, b, Malcolm Braff keys

Die Band «Greenwoman« des welschen Pianisten Malcolm Braff wagt in Schaffhausen eine Neuauflage mit der Sängerin Claire Huguenin und dem österreichischen Schlagzeuger Lukas König. Wie in einem Reagenzglas mischt die Gruppe Electro-Pop über sich wandelnde Rhythmen und verdichtet die Beats und Sounds zu einer einzigartigen, mysteriösen Musik.

Klangwelten – Telepathie – Grenzen überschreiten

Freitag, 28. Mai 2021

Andreas Tschopp Bubaran – Ausverkauft

Kulturzentrum Kammgarn – 20:15 Uhr

Andreas Tschopp tb, Matthias Spillmann tp, Bernhard Bamert tb, Ronny Graupe g, Lionel Friedli dr

Inspiriert von der Klangwelt indonesischer Gamelanorchester hat der Posaunist Andreas Tschopp Musik für ein Jazzquintett geschrieben. Seine Mitmusiker sind Meister ihres Fachs, die auch mit komplexen Vorgaben spielerisch umzugehen wissen. Die facettenreiche Klangwelt entsteht unter anderem aus dem Spiel mit Vierteltönen. Bubaran gelingt ein fantasievoller Brückenschlag zwischen zwei Welten, die sich sonst eher selten begegnen.

Nicolas Masson Quartett – Ausverkauft

Kulturzentrum Kammgarn – 21:15 Uhr

Nicolas Masson ts, ss, cl, Colin Vallon p, Patrice Moret b, Lionel Friedli dr

Lange Zeit war der Saxophonist und Klarinettist Nicolas Masson aus Genf in der Deutschschweiz ein Geheimtipp. Doch das hat sich geändert, seit er mit seinem Quartett ein hochgelobtes Album («Travelers», 2018) auf dem deutschen Label ECM veröffentlicht hat. Die Musik Massons zeichnet eine äusserst gelungene Balance lyrischer Zurückhaltung und subtil dosierter Expressivität aus. Das Konzept der Band sieht eine Überlappung von Form und Freiheit vor. Das Zusammenspiel der vier Musiker erreicht oft  einen an Telepathie grenzenden Schwebezustand. Übrigens, Schaffhausen präsentiert den Geheimtipp bereits zum vierten Mal auf der Festivalbühne… !

Heiri Känzig – Traveling – Ausverkauft

Kulturzentrum Kammgarn – 22:15 Uhr

Heiri Känzig b, Veronika Stalder voc, Amin Mraihi oud, Matthieu Michel flh, Marc Méan p, Lionel Friedli dr

Jazz ist ein zu enger Begriff für das musikalische Spektrum, das der weitgereiste Känzig mit seinen Bands immer wieder ausleuchtet. Das Interesse, sich über Genres und vermeintliche Grenzen hinweg auszutauschen, bestimmt auch den Charakter von Heiri Känzigs neuer Band Traveling. Hier fliessen die Einflüsse zusammen, die Heiri Känzig durch seine zahlreichen Begegnungen mit musikalischen Kulturen auf der ganzen Welt absorbiert hat. Es geht nicht um einen neuen Rekord an Komplexität oder an Innovation. Mehr als alles andere hören wir in diesem Sextett die Lust, eine Musik zu spielen, die ins Herz der Dinge zielt.

 

Photo Credits: Tatjana Rüegsegger

 

Musik die die Ohren öffnet

Donnerstag, 27. Mai 2021

Trio Esche

Kulturzentrum Kammgarn – 20:15 Uhr

Laura Schuler vl, Luzius Schuler p, Lisa Hoppe b

Auf einer Landkarte der Musikgenres wäre das Trio Esche auf einer sturmumtosten Insel zwischen Jazzband und Kammermusik-Ensemble zu verorten. Das Kollektiv manövriert sich durch eine Vielzahl musikalischer Assoziationen und erschafft sich eine ganz eigene Musikwelt. Die Elemente Improvisation, Kommunikation und Gemeinsames-Geschichten-Erzählen sind der Stoff, aus dem diese organische, lebendige und persönliche Musik gemacht ist.

Christian Weber–Kontrabass-Solo

Kulturzentrum Kammgarn – 21:15 Uhr

Christian Weber b

Charles Mingus’ vor Energie strotzendes Bassspiel war für Christian Weber eine Offenbarung. Kurz nachdem er das gehört hatte, besorgte er sich einen Kontrabass und begann die sich neu eröffnende Welt zu erforschen. Weber beschäftigt sich mit Elektro-akustischer Improvisierter Musik (EAI), Kammermusik, Jazz, Pop und Rock. In seiner Musik bedingen sich diese unterschiedlichen Quellen gegenseitig.
«Weber knarrt und knurpst, als würde er die Saiten statt mit dem Bogen mit einer Raspel traktieren… Die tiefen Frequenzen wummern bodenlos aber oben krault die Linke die zu Berg stehenden Haare.»,Rigobert Dittmann.

KALI Trio

Kulturzentrum Kammgarn – 22:00 Uhr

Raphael Loher p, Urs Müller g, Nicolas Stocker dr, Florian Liechti sound, Michael Eigenmann light

Das Trio verschmelzt verschiedene musikalische Dialekte aus Groove-, Noise-, Minimal- und Ambientmusik. Das Musikerkollektiv komponiert und improvisiert mit diesen Bausteinen und lässt Groove-Verzahnungen auf dunkle Pattern-Räume treffen. Der kreative Ausdruck von KALI reicht von epischer Dramaturgie bis zu minimalistischen Texturen.

Photo Credits: Michelle Ettlin

Der Auftakt: Innovativ – Kreativ – Subtil

Mittwoch, 26. Mai 2021

Arthur Hnatek Trio

Kulturzentrum Kammgarn – 20:15 Uhr

Francesco Geminiani sax, buchla, Fabien Iannone b, fx, Arthur Hnatek dr, comp

Die Musik des Genfer Schlagzeugers Arthur Hnatek zeigt, dass Jazz auch irgendwo zwischen Metal, Ambient-Elektro und Breakbeat erklingen kann. Das Trio hat 2019 den wichtigsten Schweizer Jazzpreis (ZKB Jazzpreis) gewonnen und veröffentlicht 2021 sein Debut-Album. Hnatek, den man als Sideman von Leuten wie Tigran Hamasyan oder Erik Truffaz kennt, steht in Schaffhausen zum ersten Mal als Bandleader im Zentrum des musikalischen Geschehens.

Béatrice Graf SOLO de bric et de broc

Kulturzentrum Kammgarn – 21:30 Uhr

Béatrice Graf perc, voc

Seit 2003 übt die in Genf lebende Schlagzeugerin Béatrice Graf in Hinterhöfen und Parkanlagen. Sie hat ein ‹Kofferschlagzeug› entwickelt, welches sich unter anderem aus einem alten Holzkoffer, Kübeln und Becken zusammensetzt. Hinzu kommen Alltagsgegenstände, Klangstäbe, ihre Stimme. Manchmal schnauft eine Squeeze-Box (Kinderakkordeon) auf oder zirrpt ein Diddley Bow (einseitige Gitarre). Eine Ein-Frau-Band, die auch auf unserer Festivalbühne in die Ohren und Beine fahren wird.

Peter Eigenmann Nonett

Kulturzentrum Kammgarn – 22:15 Uhr

Peter Eigenmann g, Bastian Stein tp flh, Reto Suhner as ts, cla,fl,picc, Reto Anneler asax, cl, fl, Pius Baumgartner ts, cl, Carlo Schöb bs bcl, comp, Danilo Moccia tb, Henning Gailing b Dominic Egli dr, Trudi Strebi musik. Leitung/comp

Der Gitarrist Peter Eigenmann ist seit 1977 in der Jazzszene unterwegs und spielte mit amerikanischen wie auch europäischen Jazzmusikern. Für sein Nonet hat er eine sorgfältige Auswahl getroffen, in seiner Band trifft ein Jazzquartett auf ein Bläserquintett. Trudi Strebi und Carlo Schöb haben für diese Besetzung Songs komponiert und es erklingt ein schillerndes Geflecht aus feinen Melodien der Bläser, die sich mit denen des Jazzquartetts ergänzen und abwechseln, untermalt von subtilen Rhythmen.

Photo Credit: Reto Andreoli