Klangwelten – Telepathie – Grenzen überschreiten

Freitag, 28. Mai 2021

Andreas Tschopp Bubaran – Ausverkauft

Kulturzentrum Kammgarn – 20:15 Uhr

Andreas Tschopp tb, Matthias Spillmann tp, Bernhard Bamert tb, Ronny Graupe g, Lionel Friedli dr

Inspiriert von der Klangwelt indonesischer Gamelanorchester hat der Posaunist Andreas Tschopp Musik für ein Jazzquintett geschrieben. Seine Mitmusiker sind Meister ihres Fachs, die auch mit komplexen Vorgaben spielerisch umzugehen wissen. Die facettenreiche Klangwelt entsteht unter anderem aus dem Spiel mit Vierteltönen. Bubaran gelingt ein fantasievoller Brückenschlag zwischen zwei Welten, die sich sonst eher selten begegnen.

Nicolas Masson Quartett – Ausverkauft

Kulturzentrum Kammgarn – 21:15 Uhr

Nicolas Masson ts, ss, cl, Colin Vallon p, Patrice Moret b, Lionel Friedli dr

Lange Zeit war der Saxophonist und Klarinettist Nicolas Masson aus Genf in der Deutschschweiz ein Geheimtipp. Doch das hat sich geändert, seit er mit seinem Quartett ein hochgelobtes Album («Travelers», 2018) auf dem deutschen Label ECM veröffentlicht hat. Die Musik Massons zeichnet eine äusserst gelungene Balance lyrischer Zurückhaltung und subtil dosierter Expressivität aus. Das Konzept der Band sieht eine Überlappung von Form und Freiheit vor. Das Zusammenspiel der vier Musiker erreicht oft  einen an Telepathie grenzenden Schwebezustand. Übrigens, Schaffhausen präsentiert den Geheimtipp bereits zum vierten Mal auf der Festivalbühne… !

Heiri Känzig – Traveling – Ausverkauft

Kulturzentrum Kammgarn – 22:15 Uhr

Heiri Känzig b, Veronika Stalder voc, Amin Mraihi oud, Matthieu Michel flh, Marc Méan p, Lionel Friedli dr

Jazz ist ein zu enger Begriff für das musikalische Spektrum, das der weitgereiste Känzig mit seinen Bands immer wieder ausleuchtet. Das Interesse, sich über Genres und vermeintliche Grenzen hinweg auszutauschen, bestimmt auch den Charakter von Heiri Känzigs neuer Band Traveling. Hier fliessen die Einflüsse zusammen, die Heiri Känzig durch seine zahlreichen Begegnungen mit musikalischen Kulturen auf der ganzen Welt absorbiert hat. Es geht nicht um einen neuen Rekord an Komplexität oder an Innovation. Mehr als alles andere hören wir in diesem Sextett die Lust, eine Musik zu spielen, die ins Herz der Dinge zielt.

 

Photo Credits: Tatjana Rüegsegger

 

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