Queensrÿche – der König ist tot, es lebe der König!

Was soll man als Unkundiger zu einem Progressive Metal Konzert von Queensrÿche schreiben?

Am besten respektvoll in der Bandgeschichte stöbern und erst dann loslegen. Bald 40 Jahre besteht die Band. Von den ursprünglichen Gründungsmitgliedern sind noch zwei dabei,  Michael Wilton und Eddie Jackson. 20 Millionen Alben haben die Jungs aus Seattle (Washington) verkauft, fast ein Drittel davon in den USA. Nach einem langem Rechtsstreit zwischen dem Ursprünglichen Sänger Geoff Tate und der Band wurde 2012 eine aussergerichtliche Einigung erzielt. Der neue Sänger Todd la Torre ist zu einer festen Grösse in der Band geworden und die Fans haben ihn wohlwollend aufgenommen. So spielte die Metal Band am Mittwoch im Z7 mit viel Spielfreude auf. La Torre konnte auch die alten Song’s sehr überzeugend interpretieren und man gewann den Eindruck, dass die neue Formation sehr gut funktioniert. Es ist nie ganz einfach in die Fussstapfen eines anderen Leadsängers zu treten. La Torre macht auch keinen Hehl daraus, dass er dies nur teilweise beabsichtigt. Er ist clever genug, jene Songs, die die Band gross gemacht haben gut und glaubwürdig zu interpretieren. Gleichzeitig ruht sich die Band aber nicht auf der Vergangenheit aus, sondern entwickelt sich weiter. Im Gepäck hatten sie ihr neues Album. Davon spielten sie drei Stücke. Dennoch war unüberhörbar, dass Queensrÿche vor allem bei den Klassikern zu überzeugen vermag.

Eine Zeitreise
Das Konzert startete gleich mit einem Winner I Am I aus dem Album Promised Land. Der Longplayer bescherte Queensrÿche den grössten Charterfolg 1994 und auch die Single kletterte in den USA in die Top Ten. Die Leute feierten ihre Band und kamen gleich mit einem gelungenen Einstand voll auf ihre Kosten. Es hätte etwas voller sein können, aber dies tat der Stimmung keinen Abbruch. Dann folgte eher schwere Kost. Mit Queens of the Reich gingen Queensrÿche zurück zu ihren Anfängen. Silent Lucidity – ihr grösster Hit bereitete die Fans auf jenen Song vor, der der Band endgültig zum Durchbruch verhalf: Operation: Mindcrime. Es war wohl kein Zufall, dass im Anschluss direkt ein Song aus dem aktuellen Album Propaganda Fashion folgte. Geschickt verschmolzen so Songs aus verschiedenen Dekaden. Nach drei weitern Songs war erstmal Schluss.

Mit der Zugabe machten Queensryche erneut ein Zeitsprung in die Gegenwart.  Light-years, ist sicher einer der stärksten Songs aus den neuen Album. Den königlichen Abschluss gabs mit Jet City Woman und Empire aus dem gleichnamigen Album, womit die Fans zufrieden entlassen wurden. Alles in Allem ein solides Metal Konzert mit ausdrucksstarker Musik in einer wie immer tollen Atmosphäre im Z7.

SETLIST

    1. I Am I
    2. NM 156
    3. Man the Machine
    4. Walk in the Shadows
    5. Condition Hüman
    6. Queen of the Reich
    7. Silent Lucidity
    8. Operation: Mindcrime
    9. Propaganda Fashion
    10. Screaming in Digital
    11. Take Hold of the Flame
    12. Eyes of a Stranger

Encore:

13.  Light-years
14.  Jet City Woman
15.  Empire

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